Scientology bekämpft die Psychiatrie seit Jahrzehnten. Besonders aktiv ist dabei die KVPM – Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte –, die vom Verfassungsschutz dem Scientology-Umfeld zugerechnet wird.

Warum die Abgrenzung wichtig ist

Viele Themen der KVPM klingen zunächst wie berechtigte Forderungen aus der Selbsthilfe: Kritik an Zwang, Psychopharmaka oder Missständen in Kliniken. Genau dadurch können Betroffene und Gruppen angesprochen werden, ohne dass der organisatorische Hintergrund sofort deutlich wird.

Psychiatriekritik ist wichtig. Zwangsmaßnahmen, Medikamentennebenwirkungen und schlechte Behandlung müssen offen angesprochen werden können. Daraus darf jedoch kein pauschales Feindbild entstehen.

Warnsignale

  • Psychiatrie wird grundsätzlich als gefährlich dargestellt.
  • Psychische Erkrankungen werden pauschal geleugnet.
  • Psychopharmaka werden ausnahmslos als Gift bezeichnet.
  • Materialien von KVPM oder CCHR werden ohne Herkunftshinweis beworben.
Psychiatriekritik: ja. Scientology-Propaganda: nein.

Unser Maßstab

Selbsthilfe muss unabhängig bleiben – von Kliniken, Pharmaunternehmen, politischen Gruppen und ebenso von Scientology. Wer Selbstbestimmung fordert, sollte besonders darauf achten, sich nicht für fremde Ziele vereinnahmen zu lassen.

Quellen

Der vollständige Originalbeitrag verlinkt den Verfassungsschutzbericht 2024 des Bundesamtes für Verfassungsschutz und den Verfassungsschutzbericht Bayern 2024. Redaktioneller Stand und letzte Prüfung der Links: 1. September 2026.